Vertreiben der Tiere

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten wie Sie eine Wühlmaus oder einen Maulwurf vertreiben können.
Einige Hausmittel zeigen nur mäßigen Erfolg, bewährt hat sich in der Praxis beispielsweise Buttersäure, da der intensive Geruch ihre empfindlichen Riechorgane stört. Daneben gibt es zahlreiche technische Hilfsmittel, die beispielsweise mit Ultraschall funktionieren, um die Tiere zu vertreiben. Gegen Wühlmausarten dürfen Sie mit für sie tödlichen Mitteln vorgehen, während Sie einen Maulwurf nur vertreiben dürfen, ohne ihm zu schaden, denn er gehört zu den geschützten Tierarten.

Rechtliche Rahmenbedingungen

ausgang

Maulwürfe dürfen lediglich vergrämt werden, Bei Wühlmäusen sind auch rabiatere Methoden erlaubt.

Der Grund, warum Sie zu 100 % zwischen Maulwurf und Wühlmaus unterscheiden müssen, ist, dass der Maulwurf in Deutschland zu einer streng geschützten Art gehört. Im Laufe der Zeit wurde den Maulwürfen schwer zu gesetzt, wodurch ihre Population rasch schrumpfte. In den 1920er bis 1930er Jahren wurden die Tiere sogar wegen ihres Fells gefangen, das zu Kleidung verarbeitet wurde. Das tiefschwarze und sehr weiche Fell hat keine Strichrichtung, wodurch die Tiere problemlos in ihren Gängen rückwärts laufen konnten.

Das machte das Fell in der Pelzherstellung für eine kurze Zeit interessant, konnte sich jedoch langfristig nicht durchsetzen, da es nicht besonders strapazierfähig war. Dennoch kamen alleine in diesen zehn Jahren rund 20 Millionen Felle auf den Markt, der Trend flaute jedoch rasch wieder ab. Aufgrund der Hügel galt der Maulwurf viele Jahrzehnte als lästiger Störenfried und die Meinung er wäre für den Verbiss von Gemüse und anderen Pflanzen innerhalb von Kulturlandschaften verantwortlich, hielt sich hartnäckig. Selbst heute wird er, obwohl er sich ausschließlich von fleischlicher Kost ernährt, noch für Fraßschäden an Gemüsepflanzen oder Obstbäumen beschuldigt.

Die intensive Bejagung führte dazu, dass er seit 1988 unter Artenschutz steht und nicht mehr getötet oder seine Fortpflanzungs- bzw. Ruhestätten beschädigt oder zerstört werden dürfen. Im Garten dürfen Sie den Maulwurf lediglich vertreiben, aber nur, wenn Sie für ihn wichtige Lebensbereiche nicht zerstören. Fast jedes Jahr gibt es Anzeigen, weil gegen den Artenschutz verstoßen wird. Bei den Verstößen handelt es sich um mehr als nur ein Kavaliersdelikt und sie werden streng geahndet. Der Bußgeldkatalog bei Vergehen im Zusammenhang mit der Tötung oder der unsachgemäßen Vertreibung der Tiere sieht je nach Bundesland Strafen von 5.000 – 65.000 Euro vor. Da die Bevölkerung zunehmend sensibilisiert ist, was den Schutz von Maulwürfen anbelangt, steigt die Anzahl an Anzeigen von Jahr zu Jahr weiter an. Wollen Sie den Maulwurf lebend fangen und ihn aussetzen, benötigen Sie ebenfalls eine Sondergenehmigung, die an Privatpersonen nur selten erteilt wird.

Falls Sie sich nicht mit dem Tier im Garten arrangieren wollen, ist der einzige Ausweg, den Maulwurf zu vertreiben. Bezüglich Wühlmäuse gibt es keine Schutzbestimmungen – im Gegenteil, da es sich zum Teil um nicht heimische invasive Tiere handelt, wird eine Bejagung aktiv forciert.

Was habe ich in meinem Garten?

Damit Sie eindeutig unterscheiden können, ob es sich um einen Maulwurf oder eine Wühlmaus handelt, können Sie eine Verwühlprobe durchführen. Dazu graben Sie an ein paar Stellen die Gänge auf. Eine Wühlmaus verschließt den Gang innerhalb von sechs Stunden, während der Maulwurf Gänge einmal am Tag oder erst nach mehreren Tagen wieder nutzt. Anstatt die Löcher zu stopfen, verschließt er den gesamten Tunnel und gräbt einen neuen in unmittelbarer Nähe.

Verschiedene Ansätze des Vertreibens

Je nach Vorliebe und Geduld der verschiedenen Gartenfreunde werden andere Methoden des Vertreibens bevorzugt. Die einzelnen Methoden und deren Leumund beleuchten wir im weiteren Verlauf.